Für Profi-Freunde

News

Mietrechte bei einer Wohnungssanierung

Natürlich ist es Aufgabe des Vermieters, die Wohnung seines Mieters in Stand zu halten. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen Modernisierungs- und Instandhaltungsarbeiten. Welche dies sind, erklären wir dir in dem folgenden Text.

Text: tobias

Unterschiede bei Renovierungen

Der allgemeine Unterschied zwischen Instandhaltung und Modernisierung ist das Ziel, mit dem die Wohnung renoviert wird. Bei der Instandhaltung dient eine Renovierung lediglich dem Zweck, dass Wohnungen oder Häuser bewohnbar bzw. in dem Zustand bleiben, wie sie zu Mietbeginn vorgefunden wurden. Hierzu zählt beispielsweise die Wartung von technischen Anlagen.
Bei Modernisierungsarbeiten erhöhen die Arbeiten den Mehrwert einer Wohnung. Ein Beispiel hierfür ist der Einbau von energiesparenden Fenstern.

Sonderfälle

Es gibt aber auch Fälle, in denen der Vermieter eine Instandhaltung mit einer Modernisierungsmaßnahme verbindet. Dies nennt sich modernisierende Instandhaltung. Bauliche Veränderungen nehmen größere bauliche Ausmaße an, indem beispielsweise ein Aufzug in das Haus eingebaut wird.

Deine Rechte

Egal um welche Renovierungsmaßnahme es sich handelt, du hast das Recht, dass der Vermieter dich über die sich ändernde Umstände informiert. Je nach Umfang der Arbeiten, kann dies mündlich oder schriftlich erfolgen. Bei Modernisierungsmaßnahmen solltest du drei Monate vorher Bescheid wissen und die Länge der Arbeiten erfahren. Genauso musst du über eine eventuelle Mietänderung durch die baulichen Maßnahmen in Kenntnis gesetzt werden. Unter bestimmten Umständen hast du auch die Möglichkeit, Einspruch einzulegen. Darüber muss der Vermieter dich selbst informieren. Notwendige Instandhaltungen muss du allerdings in der Regel durchführen lassen.

Du kannst Bauvorhaben stoppen oder ablehnen, wenn du durch diese in besonderem Maße negativ beeinflusst wirst. Bist du beispielsweise schon sehr alt oder fallen Heizungen im Winter aus, könntest du unter diesen Maßnahmen leiden, was nicht gestattet ist. Bei Verminderung der Wohnqualität kann eine Mietreduzierung gefordert werden.  Bei bestimmten Maßnahmen, wie zum Beispiel Maßnahmen zur Energieeinsparung, musst du allerdings erst 3 Monate unter diesen Umständen in der Wohnung wohnen.

Luxusmodernisierungen, die den Mietpreis anheben würden, kannst du natürlich ablehnen. Allerdings muss ein Widerspruch bis zu einem Monat nach der Ankündigung schriftlich erstellt und eingereicht werden. In speziellen Fällen kannst du auch auf ein Sonderkündigungsrecht zurückgreifen.

Zahlungsrechte

Instandhaltungsmaßnahmen werden von dem Vermieter selbst gezahlt. Bei Modernisierungen hingegen, kann der Vermieter einen Teil der Summe auf dich übertragen, da durch diese der Wert der Wohnung steigen kann und spätere Nebenkosten beispielsweise sinken könnten. Eine Umlegung des Preises für die Wohnungssanierung, darf allerdings nur bis zu 8 Prozent der Sanierungskosten pro Jahr erfolgen. Besonders bei baulichen Veränderungen ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass du an den Kosten beteiligt wirst.